1906
ist das Jahr vieler technischer Neuheiten, von denen wir heute noch profitieren: Der Start des ersten Motorflugzeugs, die erste Radioübertragung.
In dieser industriellen Entwicklung nimmt das Bergische Land und damit auch die Stadt Remscheid eine besondere Stellung ein. Hier entstehen in erster Linie metallverarbeitende Unternehmen, geführt von Menschen mit einer gehörigen Portion Tatendrang und Selbstbewußtsein.
Berühmte Söhne dieser Stadt stehen für das enorme kreative Potential dieser Zeit, wie zum Beispiel Richard Lindenberg, der Erfinder des ersten elektrischen Stahlkochers und Mannesmann mit den ersten nahtlosen Stahlrohren.
Dampfkessel bestimmen das Bild als Energielieferant und Antriebskraft für die Maschinen.
So nimmt es auch kein Wunder, dass Caspar Hahn am 6. Mai 1906 mit seinen Brüdern Johann, Fritz und Wilhelm – allesamt gelernte Kesselschmiede – eine Reparaturwerkstatt für Dampfkessel gründet.
Vor dem Ersten Weltkrieg arbeiten allein in Remscheid über 300 Betriebe mit Dampfkesselanlagen, die instandgehalten werden müssen.

1910
Bereits nach vier erfolgreichen Geschäftsjahren wird in Remscheid-Güldenwerth das heutige Grundstück erworben, die erste Fabrikhalle errichtet.
Auf technischem Gebiet werden erste Erfahrungen mit dem neuen Autogenschweißen gesammelt.

1917
Gegen Ende des Ersten Weltkrieges gehen die Industriebetriebe dazu über, Maschinen durch elektrischen Strom anzutreiben. Zahlreiche Dampfkessel werden verschrottet. Zunehmend werden Eisenverbindungen nicht mehr genietet, sondern geschweißt. Neben dem Autogenschweißen nutzt HAHN ein weiteres, ebenfalls noch unbekanntes Verfahren: das Elektroschweißen. Damit sind die Weichen zum heutigen Spezialunternehmen gestellt.

1926
Neu kommen die Abteilungen Apparate- und Behälterbau, Schweißerei und Maschinenbau dazu. Man betreibt „Diversifikation“, baut Schutzhauben für Schleifbetriebe, Maschinen für artfremde Anlagen: Senfmahlmaschinen, Maschinen für Sauerkrautherstellung, Obst- und Gemüseverwertung. Diese Vielseitigkeit ist Basis für die Beschäftigung der qualifizierten Mitarbeiter in wirtschaftlich schwerster Zeit.

1935
Eine weitere Halle wird errichtet, die Söhne Caspar Hahn’s, Gottfried, Josef und Hans treten als Gesellschafter in das Unternehmen ein.

1937
Für die deutsche Walfangflotte fertigt CASPAR HAHN mit seinen Mannen die Gehäuse der Wal-Zerkleinerungsmaschinen.

1939
Während des Zweiten Weltkrieges arbeitet der Betrieb mit etwa 50 Mitarbeitern. Oft rund um die Uhr. Überall ist Not am Mann, muss geschweißt und repariert werden.
Das macht weitere Hallenausbauten erforderlich.

1945
Reparieren und improvisieren. Notstandsarbeiten, Reparaturen von Anlagen der Energie- und Wasserversorgung haben Vorrang, Extra-Stromzuteilung für CASPAR HAHN. Eine harte Zeit, obgleich genug zu tun ist. Methangas ist gerade der am häufigsten genutzte Treibstoff für LKW’s. Aus dieser Situation wachsen neue Aufgaben: HAHN produziert Blechständer für Methangasflaschen in hohen Stückzahlen.

1948
stirbt der Firmengründer Caspar Hahn.

1950
Es geht wieder aufwärts mit der deutschen Wirtschaft. Und weiterer Aufschwung auch bei HAHN.
Im Jahr 1951 ist eine erneute Betriebserweiterung abgeschlossen. Gearbeitet wird auf Hochtouren mit dem Prädikat: Der Reparaturpartner ganzer Industrien.
Ein gutes Beispiel: Durch Bruch eines Getriebeteils fällt ein Großwalzwerk aus. Produktionsstillstand. In ganz Westeuropa kann niemand das schwere Zahnrad bearbeiten und schnell wieder einsatzfähig machen. HAHN-Mitarbeiter holen das Werkstück ab und bringen es, nicht ohne Stolz, drei Wochen später homogen geschweißt und nachverzahnt zurück.
1956 tritt der Gründerenkel, Caspar Gerd Hahn, in die Firma ein. Er hat sein Handwerk als Kaufmann und Werkzeugmacher von der Pike auf gelernt.

1958
Wieder wird bei HAHN gebaut. Expansion, mehr Mitarbeiter, mehr Platzbedarf. Der siebente Bauabschnitt wird abgeschlossen.
1965 tritt der Schwiegersohn von Hans Hahn, der Maschinenbauingenieur Fritz Bauer als Mitinhaber in die Firma ein.

1971
Der spektakulärste Auftrag der Firmengeschichte zeigt das wahre HAHN-Know-how und das in das Leistungsvermögen der Firma gesetzte Vertrauen: Die Reparatur von zwei Seitenständern im Stückgewicht von 78 Tonnen, die zu einer der größten Friktionsspindelpressen der Welt gehören.

1976
Eine ganz neue Halle mit modernen Spezialeinrichtungen und Tiefglühöfen entsteht, gebaut für die Schweißerei, die immer größer wird.

1981
75 Jahre CASPAR HAHN. In diesem Jubiläumsjahr zählt das Unternehmen zu einem der größten Reparatur-Schweißbetriebe in Europa.
Mit rund 80 Mitarbeitern, die zum großen Teil schon Jahrzehnte dem Betrieb die Treue halten. Über 3.000 qm überbaute Betriebsfläche, modernste Großbearbeitungsmaschinen, Kräne mit Tragkraft bis zu 60 Tonnen, Tiefglühöfen und Spezialeinrichtungen, die höchsten Anforderungen entsprechen. Eben ein Familienbetrieb auf gesunden Füßen.

1982
Das Jahr der großen Investitionen. Ein neues Plattenbohrwerk mit 160 mm Spindeldurchmesser wird angeschafft. Im folgenden Jahr verstirbt der geschäftsführende Gesellschafter Fritz Bauer.

1991
Diplom-Ingenieur Reiner Gerhards wird zum Geschäftsführer bei Caspar Hahn bestellt. Ein Jahr später geht nach über 42jähriger Tätigkeit der Geschäftsführer Eugen Wilms in den verdienten Ruhestand.

1994
stirbt der geschäftsführende Gesellschafter Caspar Gerd Hahn. Er war über 50 Jahre bei Hahn beschäftigt.

1996
erlangt Jürgen Strzyso die Prokura bei Hahn und tritt die Nachfolge von dem im gleichen Jahr verstorbenen Prokuristen Jürgen Ebert an.

1998
Erstmals in der Geschichte der Firma Caspar Hahn wurde ein Schweissauftrag in Übersee mit einer mobilen Schweissanlage von den Mitarbeitern ausgeführt. Ihnen gelang es, in einem Spanplattenwerk in Costa Rica durch die Oberflächenbehandlung einer Heiztrommel mit 3 m Durchmesser einen längeren Produktionsstillstand zu vermeiden.

2007/2008
Nach über 16 Jahren als Geschäftsführer bei Caspar Hahn verabschiedet sich Reiner Gerhards in den Ruhestand. Ein Stück abwechslungsreiche Unternehmensgeschichte liegt nun hinter ihm, die durch kontinuierliches Wachstum gekennzeichnet ist. Auf ihn folgt Dipl.-Ing. Hartmut Schuch, der seit 10 Jahren bei CASPAR HAHN tätig ist, zum Jahresbeginn 2008 und führt seit dem das Unternehmen als Geschäftsführer.

2014
Ehrung für CASPAR HAHN – Auszeichnung für besondere Sorgfalt
Im August 2014 wurde der Fa. CASPAR HAHN eine besondere Ehre zu teil. Der nur einmal im Jahr an europäische Unternehmen vergebene Preis des „Fachmetall QM Context Awards“ ging diesmal an CASPAR HAHN. Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung der Qualitätssicherung bei der Prüfung, Bewertung und Überwachung von Werkstoffeigenschaften. Nur so lassen sich Schweißarbeiten effizient durchführen. Eine Sicherheit, auf die jeden Tag CASPAR HAHN Kunden vertrauen.